Das alte Twitter ist das Vorbild für einen schnellen und hilfreicher Kurznachrichten-Dienst. Seit Twitter von einem Multi-Milliardär gekauft wurde, haben sich viele aus guten Gründen von Twitter – heute X – verabschiedet. Aber es gibt eine gute Alternative, die sogar in Deutschland entstanden ist: Mastodon.
Mastodon fühlt sich ganz ähnlich wie Twitter an, und bringt sogar einige entscheidende Vorteile mit:
- Ich sehe alles, was die schreiben, denen ich folge.
Kein Algorithmus entscheidet was in meiner Timeline auftaucht, oder auch nicht. - Sicherheit durch dezentrale Struktur:
Viele von verschiedenen Organisationen oder Menschen bereitgestellte Server sind im Fediverse miteinander verbunden. Damit hat kein Einzelner Einfluss auf das Gesamtsystem. - Regionale Sichtbarkeit:
Bei jedem Mastodon-Server kann man in der separaten „Lokalen Timeline“ sehen, was andere Nutzer posten, die auf diesem Server angemeldet sind. Wenn der Server einen regionalen Bezug hat, dann kann man hier die Nachbarn erleben. Ein schönes Bild ist die Stammkneipe: Die eigene Timeline ist der Stammtisch. In der Lokalen Timeline kann ich hören, was an den anderen Tischen gesprochen wird. - Datenschutz:
Die eigenen Daten werden von den Server-Bertreibern i.d.R. gut geschützt und nicht weiterverwendet!
Die Erlanger Stadtgesellschaft als Netzwerk
Ein gemeinsames Miteinander setzt Kommunikation voraus. Die findet auf vielen verschiedenen Kanälen statt, und erreicht dort immer nur wenige. Wäre Twitter noch so wie früher, würde dieser Kurznachrichten-Dienst wohl noch heute für Erlangerinnen und Erlanger der wichtigste Kanal.
Aber vielleicht schaffen wir diesen Haupt-Kommunikations-Kanal ja jetzt mit Mastodon, dem besseren Twitter! Wenn wir 1000 Erlanger und Erlangerinnen für Mastodon gewonnen haben, dann ist die kritische Größe für weiteres Wachstum erreicht. Erlangerinnen und Erlanger – und alle im Umland – wären dann wieder gut vernetzt.

Es kommt drauf an, wer mitmacht
Inzwischen sind ja schon sehr viele Organisationen im Fediverse auf Mastodon aktiv. Die ARD informiert da ebenso wie Hochschulen, Bundesbehörden, Unternehmen, Zeitungen, oder Städte und Gemeinden. Hier eine Liste mit rund 1000 Organisations-Accounts auf Mastodon. Bei uns in Erlangen sind es zum Beispiel die FAU, die Stadtbibliothek, das ZAM, und weitere, die schon ganz selbstverständlich auf Mastodon informieren und diskutieren.
Jetzt braucht es noch weitere Erlanger Bürger und Bürgerinnen, die auch auf Mastodon aktiv werden. Das Netzwerk wird stark, wenn viele dabei sind.
Mastodon ist kostenlos
Das stimmt, weil es viele Organisationen und Menschen gibt, die diese Idee des dezentralen Netzwerks so gut finden, dass sie einen Server dafür betreiben. Und da die alle über das Fediverse miteinander verbunden sind, ist es auch egal auf welchem Server man sich anmeldet. Aber die regionale Timeline kann man nur auf dem Server sehen, auf dem man sich registriert hat. Die regionale Timeline hilft beim Vernetzen in der Region.
Trotz kostenlosem Zugang wird man in Mastodon nicht getrackt. Damit wird Werbung auch wenig interessant.
Regionale Mastodon-Empfehlung: Franken.Social
Es gibt noch keine Mastodon-Instanz (=Mastodon-Server) mit direktem Bezug zu Erlangen. Aber Franken.social passt auch gut. Und das Umland kann sich dort ja auch beteiligen. Betreiber von Franken.social ist Martin Haseneyer, ein Erlanger IT-Experte, der schon jahrelang Mastodon-Instanzen auch für andere Organisationen betreibt.
Werde einer von den 1000
Klick Dir hier Deinen Mastodon-Account auf Franken.Social. Wir Erlanger freuen uns auf Dich! Falls Du schon einen Mastodon-Account woanders hast, brauchst Du natürlich keinen zweiten hier. Du kannst Erlangern oder Hashtags (z.B. #Erlangen #ZAM) auch von dort folgen.
P.S.: Das Projekt #1000inER ist im Erlanger Zentrum für Austausch und Machen – ZAM entstanden. Wenn Du im Projektteam mitmachen willst, dann melde Dich bei mir. Du bist herzlich willkommen!



