1833/1836 Peter Ganzer kauft beide Hälften von Haus 767

Der Schlossermeister Peter Ganzer besitzt schon die obere Hälfte des Hauses. Darauf weist die Bezeichnung „767 b“ in der obersten Zeile hin, Außerdem geht es in diesem Steuerkataster-Dokument nach der Besitz-Beschreibung der unteren Hälfte, die bisher mit „767 a“ bezeichnet wurde, auch um die Beschreibung des Besitzes von 767 b. Peter Ganzer ist damit ab 1836 Besitzer des ganzen Hauses.

Untere Haushälfte 767 a

Benennung des Besitz-Gegenstandes

Die untere Hälfte eines zweigädigen Wohnhauses:

Halbes Wohnhaus,
mit halbem Holzschupfen,
1/2 Hofraum,
1/2 Keller,
1/4 Antheil am Pumpbrunnen,
dann gemeinschaftlichen Keller,
nebst Dunggrube, Abtritt und Hofraum;
1/2 Antheil an der ganzen Fläche.

Die Lage ist belegt mit Gieb. Sch. No 767 b.
(Anmerkung: Hinweis: „Gieb. Sch.“ steht oft für Giebelschilling oder eine ähnliche Last.)

Vortrag des Erwerbstitel

Der Gesamtbesitz nach Anmeldeprotokoll Nr. 302 und Brief vom 20. Dezember 1836 von Bernhard Hildebrand und Konsorten um 1232 fl. [Gulden] 40 kr. [Kreuzer] 20 hl. erkauft.

Gemeinderecht

Zu einem halben Nutzungsantheil an den noch immer ertheilten der Altstädter Gemeinde-Besitzungungen, dann halbes Anrecht bei Verteilung der selben.“

Hofrecht

nach Vortrag bei der Gemeinde Altstadt, Blatt 740 Lit. E

Aufgeführte Werte für das halbe Haus

  • Plan-Nr.: 742 (halbes Wohnhaus)
  • Fläche: 0 Tagwerk, 03 Dezimalen

Lit. B.  Besitz der landwirtschaftlichen Grundstücke

Plan-Nr. 1723:
„am Rödelheim, Wald vom Jahr 1711“   /   Fläche: 0,44 Tagwerk /

Plan-Nr. 1941:
„am Neustädter Leukenhoferweg(?), vom Jahr 1817“   /   Fläche: 0,49 Tagwerk

Plan-Nr. 2103:
„im Stubenhof(?), 1/2 Anteil, ganze Fläche 0,52“, mit Gieb. Sch. 767b“   /   Fläche: 0,26 Tagwerk

Plan-Nr. 2403:
„im Stubenhof(?), 1/2 Anteil, ganze Fläche 0,49“   /   Fläche: 0,25 Tagwerk

(Zusatz am Rand: „vom Jahre 1822“)

Gesamtfläche Äcker: 1,44 Tagwerk
Fläche halbes Haus: 0,03 Tagwerk
Gesamtfläche für 767 a: 1,47 Tagwerk

Bis hier wird der neue Besitz der unteren Hälfte 767 a beschrieben. Auf den nächsten Seiten wird der schon bestehende Besitz der oberen Hälfte 767 b beschrieben, um den Gesamtbesitz von Schlossermeister Peter Ganzer zu erfassen.


Obere Haushälfte 767 b

Lit A. Besitz der oberen Hälfte des zweigädigen Hauses

Plan-Nr. 742: halbes Wohnhaus

mit 2 Schweineställen,
halbe Holzschupfe,
1/4 Antheil an Pumpbrunnen,
halber Antheil an Keller im Wohnhause, Dunggrube, Abtritt
und halben Antheil am Hofraum.

1/2 Antheil an der ganzen Fläche.
Lage ist belegt mit Gieb. Sch. 767a

Vortrag der Erwerbs-Titel:

Der Gesamtbesitz nach Inventarprotokoll Nr. 130 und Brief vom 6. November 1833 und der Miterben der Bierbrauerswittwe Ogglin um 1150 fl. [Gulden] erkauft.

Gemeinderecht

zu einem halben Nutzungantheil an den noch immer ertheilten Altstädter Gemeinde-Besitzungungen, dann halbes Anrecht bei Abtheilung derselben,

Hofrecht

nach Vortrag bei der Gemeinde Altstadt. Blatt 740 Lit. E.“

Aufgeführte Werte für das halbe Haus

  • Plan-Nr.: 742 (halbes Haus)
  • Fläche: 0, 03

Lit. B.  Besitz der landwirtschaftlichen Grundstücke

Plan-Nr. 1722:
„der alte Weinberg, vom Jahr 1711“   /   Fläche: 0,49 Tagwerk

Plan-Nr. 1942:
„am Neustädter Kirchenfußweg, vom Jahr 1817“   /   Fläche: 0,50 Tagwerk

Plan-Nr. 2103:
„im Rübenhof, 1/2 Anteil, (ganze Fläche 0,52 Tagwerk), mit Gieb. Sch. 767a“   /   Fläche: 0,26. Tagwerk

Plan-Nr. 2403:
„im Rübenhof, 1/2 Anteil, (ganze Fläche 0,49 Tagwerk), mit Gieb. Sch.“   /   Fläche: 0,24. Tagwerk

Gesamtfläche Äcker: 1,49 Tagwerk.
Fläche halbes Haus: 0,03 Tagwerk
Gesamtfläche für 767 b: 1,52 Tagwerk

Erkenntnisse

Schlossermeister Peter Ganzer hat die obere Haushälfte 767 b schon am 6. November 1833 von der Bierbrauers Witwe Barbara Ogglin und weiteren Erben für den Betrag von 1150 fl. [Gulden] gekauft.

Nachdem Georg Andreas Guthmann als Besitzer der unteren Hälfte verstarb, ist der Besitz für einen Monat auf Bernhard Hildebrand übergegangen. Von dem hat Peter Ganzer die Haushälfte 767a am 20. Dezember 1836 um 1232 fl. [Gulden] 40 kr. [Kreuzer] 20 hl. erkauft.

Für die beiden etwa gleich großen Haus- und Acker-Anteile hat er 3 Jahre nach dem Kauf der oberen Hälfte etwa 7% mehr für die untere Hälfte bezahlt. Ab 1836 waren die beiden Haushälften wieder vereint bei einem Besitzer, dem Schlossermeister Peter Ganzer.

Auch die Ackerflächen scheinen jetzt wieder vereint:
Zu 767a gehörten die Flur-Nummern 1723, 1941, halbe 2103 und halbe 2403.
Zu 767b gehörten die Flur-Nummern 1722, 1942, halbe 2103 und halbe 2403.
Für die letzten beiden gilt das auf jeden Fall. Bei den ersten beiden Flur-Nummern ist anzunnehmen, dass sie dicht beieinander oder sogar nebeneinander liegen.

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