1876 Schlossermeister Savini will im Hof eine Werkstatt bauen

Die Dokumente aus dem Jahr 1876 markieren einen weiteren Schritt in der Geschichte des Anwesens Hauptstraße 109: den Bau einer neuen Werkstatt im Hof durch Schlossermeister Georg Hannibal Savini.

Hier ist die Transkription der relevanten Dokumente aus dem Stadtarchiv Erlangen:

1. Das Baugesuch

Schlossermeister Savini hat einen Bauplan über Errichtung einer Werkstätte Haus No. 109 in der Hauptstraße zur baupolizeilichen Genehmigung in Vorlage gebracht.
Erlangen den 31. Mai 1876.
Löhner (Bauinspektor)

Beschluss:

I. Vorstehendes Baugesuch wird unter der auf dem Plan bemerkten technischen Bestimmung genehmigt.
II. Notiz.
III. Geht alsdann zur Baucontrole.
Erlangen den 1. Juni 1876.
Stadtmagistrat: Berthold  /  Löhner


2. Der Bauplan

Dieser Plan zeigt die geplante Werkstatt in verschiedenen Ansichten:
Links oben: Die Außenansicht (Fassade) der Werkstatt mit drei Fenstern und einer Tür.
Mitte oben: Ein Querschnitt, der die Konstruktion des Pultdachs und den Kamin zeigt.
Links unten: Der Grundriss des rechteckigen Gebäudes.
Rechts: Die Beschriftung des Plans:

Plan zur Errichtung einer Schlosser-Werkstätte für Herrn Savini, Schlossermeister, Hauptstraße No. 109.
Bauausführender Meister: C. Niklas
Bauherr: G. Savini

Unten rechts: Der Genehmigungsvermerk des Bauinspektors:
Technisch geprüft unter der Bedingung feuerfester Herstellung.
Erlangen den 1. Juni 1876.
Löhner


3. Eröffnung und Abschluss

Geschehen Erlangen den 9. Juni 1876.
Dem Schlossermeister Georg Savini hat man umstehenden Magistratsbeschluss durch wortlautliches Vorlesen eröffnet und 1 Plan zurückgegeben.
G. Savini

Nota:

Nachstands gemäßer Bau ist dem Plane entsprechend hergestellt.
Erlangen den 17. November 1876.
Löhner

I. Ist im Bauverzeichnis einzutragen
II. Geht adacta
Erlangen den 18. November 1876.
Stadtmagistrat: Berthold


Zusammenfassung des Bauvorhabens von 1876:

  • Das Projekt: Georg Hannibal Savini plante eine eigenständige Schlosserei-Werkstatt im Hof seines Anwesens.
  • Brandschutz: Nach dem Ärger mit dem Herd von 1871 war das Bauamt nun besonders vorsichtig: Bauinspektor Löhner genehmigte den Plan nur unter der Bedingung einer „feuerfesten Herstellung“.
  • Ausführung: Der Bau wurde vom Meister C. Niklas geplant und ausgeführt.
  • Fertigstellung: Innerhalb weniger Monate wurde die Werkstatt errichtet. Bereits am 17. November 1876 konnte der Bauinspektor die plangerechte Ausführung bestätigen und die Akte schließen.

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