Der 37 jährige Sebastian Savini hat die 26 jährige Bertha Ranzenberger am 29. Juni 1911 in ihrem Wohnort Weißenburg geheiratet. Sie wohnten aber in Erlangen, in der Hauptstr. 109. Die beiden bekamen am 8. Oktober 1913 eine Tochter, die sie auf den Namen Margaretha Bertha Gertrud Savini protestantisch tauften.
Dann brach der erste Weltkrieg aus
Sebastian musste zum Militär, wie aus diesem Dokument hervorgeht:

Darin ist vermerkt, dass war Sebastian Hannibal Savini vom 21.2.1917 bis zum 7.9.1918 im Kriegsdienst war. Sebastian war lt diesem Eintrag mit Bertha geb. Ranzenberger verheiratet und hatte 1 Kind.
Sebastian Savini war ein bereits etwas älterer Jahrgang (Jahrgang 1873, also bei Einberufung 1917 bereits ca. 43 Jahre alt). Sein militärischer Einsatz scheint vor allem im Ersatzwesen und in der Heimat (Bayreuth/Erlangen) stattgefunden zu haben, bevor er 1918 wohl krankheitsbedingt entlassen wurde.
Sebastian kam zurück und ließ sich scheiden
Irgendetwas Schlimmes muss passiert sein, weil schon 1918 am 4. Oktober das Gericht in Fürth die Ehe mit Bertha für nichtig erklärt hat. Das einzige Töchterchen Gertrud war da ziemlich genau 7 Jahre alt. Sebastian musste sich also schnell um eine neue Mutter für Gertrud kümmern.
Auf irgendeine Weise lernte er die Kunigunde Motschiedler aus Streitberg bei Ebermannstadt kennen. Die beiden heirateten am 8. Mai 1920 in Erlangen. Gertrud hatte jetzt eine Stiefmutter.


Auch dieses Familienblatt stammt netterweise aus dem Erlanger Stadtarchiv
Von weiteren Kindern aus der zweiten Ehe mit Kunigunde ist in den Unterlagen bisher kein Hinweis zu erkennen. Vernutlich blieb Gertrud Savini die einzige Tochter von Sebstian Savini.


