1967 Aufbau einer Druckerei-Werkstatt

Josef Hogl startet sehr schnell mit dem Umbau des Hauses. Wenige Tage nach dem Kauf beantragt er am 24. Februar 1967 die Genehmigung zum „Abbruch des baufälligen rückwärtigen Hofgebäudes“. Damit ist die 1886 im Hof errichtete Schlosserwerkstatt von Georg Hanibal Savini gemeint.

Die Abbruch-Genehmigung kommt vom Bauaufsichtsamt schon 3 Tage später, am 27. Februar 1967. Schon zuvor, am 16.2.1967 stellt Josef Hogl beim Bauaufsichtsamt den Antrag auf „Umbau des Wohnhauses und Neubau einer Werkstatt“. Die Genehmigung wird auch erteilt, am 10.4.1967.

Es ging alles sehr schnell

Vom 11.4.1967 stammt die Baubeginnsanzeige durch die Fa. Wolfgang Hummert. Und schon am 27.4.1967 wurde der Antrag auf Rohbauabnahme gestellt.
Am 30.5.1967 hat der Kaminkehrermeister Hans Lindörfer den „neuen Kamin“ für die im Hof angebaute Werkstatt abgenommen. (Ein Ölofen beheizte die neu gebaute Werkstatt.)
Die Schlußabnahme „Umbau des Wohnhauses und Neubau einer Werkstatt“ hat Josef Hogl bereits am 1.7.1967 beim Bauaufsichtsamt beantragt, und am 17. Juli 1967 ohne Beanstandungen durchgeführt.

Das gelbe Gebäude links wurde abgerissen, um Platz für den Werkstatt-Anbau (grün) zu haben. Quelle: Erlanger Stadtarchiv.
In der Draufsicht ist die neue Druckerei-Werkstatt (rot) zu erkennen. Ein Hofrest bleibt unter dem seitlichen Laubengang.
Quelle: Erlanger Stadtarchiv

Geplante Einrichtung der Druckerei

Für den Bauantrag beschreibt der Architekt Kurt Tempel die Art des Betriebes und die geplanten Maschinen. Es geht um um eine „Klein-Offset-Druckerei„. Die soll als Familienbetrieb für die im gleichen Haus wohnenden Menschen laufen. (Deshalb sind Sozialräume nicht nötig.)

Diese Maschinen und Geräte sollen dort installiert werden:

  • 2 Kameras für Druck und Fotodruck
  • 1 Coupier-Maschine
  • 1 Rotaprint-Drucker
  • in der Setzabteilung eine Tiegeldruckmaschine, sowie ein Schneidegerät

In dem Betrieb wird also Offset- und Fotodruck, sowie Klein-Offset-Druck, und Setzarbeiten für normale Druckarbeiten durchgeführt.

Quelle: Erlanger Stadtarchiv

Erkenntnisse

Josef Hogl muss offenbar schon vor dem Kauf am 15. Februar 1967 den Neubau der Druckerei-Werkstatt im Hof konkret durchgeplant haben. Sonst wären die schnellen Termine nicht denkbar.
Wenn hier auch vom Umbau des Wohnhauses gesprochen wird, dann betrifft das nur unten den Anschluss an die neue Werkstatt, die ja jetzt die Fenster zum Hof verbaut.

In den bisher noch bestehenden kleinen Hof wurde eine 60 m² Halle für Druckmaschinen eingebaut. Von den etwa 100 m² Hof ist danach nur noch ein Streifen unter dem seitlichen Laubengang nach hinten übrig geblieben.

Josef Hogl musste also zusätzlich zum Kaufpreis des Hauses auch die Neubau-Kosten und die Kosten der Druckerei-Einrichtung etwa gleichzeitig tragen.

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