Die Mieterin „Kaufhaus Heka“ hat offenbar den Mietvertag gekündigt, und auch ihr Vorkaufsrecht aufgegeben. Die Eigentümerin Dr. Gertrud Pagel-Savini, die mit ihrem Mann in Hamburg wohnte, hat einen Käufer für die Hauptstr. 109 gefunden. Der Buchdrucker Josef Hogl aus der Brüxer Straße in Erlangen, hat das Haus im Februar 1967 für 80.000 DM gekauft. Das Vorkaufsrecht der Fa. Heka wurde gelöscht.
Auffällig ist ein Passus auf Seite 5 des Kauf-Vertrages: „Der Käufer verpflichtet sich, das erworbene Grundstück nicht an den Grundstücknachbarn Herrn Süß zu verkaufen.“ Das Haus Hauptstr. 111 gehörte der Familie Süß, die dort eine Bäckerei betrieben haben. Offenbar gab es da Unstimmigkeiten zwischen den Nachbarn.

Schwierige Finanzierung?
Josef Hogl vereinbart schon beim Hauskauf 20.000 DM später zu zahlen. Bei der Sparkasse nimmt er einen Kredit über 65.000 DM für 12% jährlichen Zins auf. Er beabsichtigt zudem das Haus umzubauen.
Erkenntnisse
Interessant ist damals übliche Formulierung im Kauf-Vertrag bei der Beschreibung der Verkäuferin:
„Ich die Erschienene zu 1) (Frau Dr. Margarete Berta Gertrud Pagels-Savini), mache unter Zustimmung meines Ehemannes … das Angebot auf Abschluß des nachfolgenden Kaufvertrages, …“.
Verheiratete Frauen brauchten damals immer die Zustimmung des Ehemannes. Obwohl ja nur sie die Allein-Eigentümerin war, konnte sie nicht allein handeln.


