Der Name Savini klingt nicht deutsch und auch nicht französisch, wie die Namen der zuvor in Erlangen angekommenen Hugenotten. Die Suche nach dem ungewöhnlichen Namen führte zur Jubiläumsschrift der Universität Erlangen von 1843. Dort sind u.a. alle Universitätslehrer seit dem 100jährigen Bestehen aufgeführt.
Auf Seite 84 steht:
„Von 1785 bis 1788 war dann Andreas Rossi Lector der italienischen Sprache, diesem folgte 1788 Hannibal Franz Savini, der nach einem höchst wechselvollen Leben nach Erlangen gekommen war und da 1805 starb.“


Die weitere Forschung auf der Genealogie-Plattform Ancestry zeigt die Lebensdaten von Hannibal Francisco Savini:
- Geboren am 17. September 1731 in Rom
- Gestorben am 8. März 1805 in Erlangen
Hannibal Franz Savini war also tatsächlich Italiener, der von der Erlanger Universität ab 1788 als Italienisch-Lehrer beschäftigt wurde.
Bei Ancestry ist folgender Abstammungsbaum zu sehen:

Ein wenig zweifelhaft scheint mir noch die erste Verbindung von Hannibal Franz zu Johann Sylvester Hannibal Savini. Der soll ein Jahr vor dem Tod des schon 73 jährigen Vaters geboren worden sein. Dazwischen scheint eine Generation zu fehlen. Aber grundsätzlich unmöglich ist das ja auch nicht. Alle Verbindungen danach sind in Dokumenten zu finden, und damit stimmig.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass die Savinis aus unserem Haus Nachkommen von dem italienischen Universitätslehrer Hannibal Francisco Savini sind. Ein Hinweis darauf ist auch der immer weitergeführte Vorname Hannibal.
In Erlangen und Franken tauchen etliche weitere Savinis auf. Die meisten mit handwerklichen Berufen.


