3 Akkus speichern jetzt überschüssigen Balkon-Solarstrom

Schon im ersten Winter mit Balkonsolaranlage erzielten wir mehr Ertrag als erwartet. Zum ersten Akku kam ein zweiter und jetzt noch ein dritter, um den Eigenverbrauch zu optimieren.

Erst seit Ende August letzten Jahres arbeitet unsere Balkon-Solaranlage mit der maximal erlaubten Solar-Leistung 2kW Peak. Die Module sind senkrecht an einer Südwand befestigt. Erste Erfahrungen habe ich hier beschrieben, und die Optimierung für den Winter hier.

An den Schatten läßt sich der tiefe Sonnenstand um die Mittagszeit im Winter gut erkennen.

Die Sonne liefert erstaunlich viel Energie

Wenn die Sonne auf die Solarmodule scheint, dann entsteht erstaunlich viel elektrische Leistung. Bei unserer senkrechten Anordnung gut 1,6 kW Strom bei klarem Himmel um die Mittagszeit. 1600 W nur aus einem Balkonkraftwerk – und das im Winter. Die senkrechte Modul-Montage hat sich also bewährt: Tief stehende Sonne im Winter trifft mittags fast im rechten Winkel auf die Module, was die Ausbeute begünstigt.

Aber die Sonne muss scheinen! Nur leicht diesige Luft, Bewölkung oder schräg einfallende Sonne vermindert den Strom-Ertrag ganz erheblich.

Bis zu 7 kWh an sonnigen Tagen

Als Beispiel hier die Tagesausbeute in kWh seit dem 1.März 2026:

  • 1.3.      6,26 kWh
  • 2.3.      6,21 kWh
  • 3.3.      5,66 kWh
  • 4.3.      6,33 kWh
  • 5.3.      6,29 kWh
  • 6.3.      6,63 kWh
  • 7.3.      6,26 kWh
  • 8.3.      5,43 kWh
  • 9.3.      6,08 kWh
  • 10.3.    4,62 kWh
  • 11.3.    2,69 kWh
  • 12.3.    5,14 kWh
  • 13.3.    5,41 kWh
  • 14.3.    0,81 kWh
  • 15.3.    1,71 kWh
  • 16.3.    1,85 kWh
  • 17.3.    2,74 kWh
  • 18.3.    7,34 kWh
  • 19.3.    7,04 kWh
  • 20.3.    5,47 kWh

Unsere tägliche Stromproduktion sieht etwa so aus:

Strom wird an diesem Tag, Mitte März nur zwischen 10:00 und 17:00 Uhr nennenswert eingespeist. Die Menge können wir in der Zeit gar nicht verbrauchen. Das hat auch mit der festgelegten Balkonkraftwerk-Obergrenze von 800 W Einspeise-Leistung zu tun.

Kochen oder Waschen braucht also immer auch zusätzlichen Netzstrom, weil die 800 Watt dafür nicht ausreichen. Aber wenn die Großverbraucher (Herd, Waschmaschine, Geschirrspüler) nicht laufen, dann genügen in unserem Haushalt die 800 Watt zur Eigenversorgung immer.

Ein zweiter Akku schon nach einem Monat

Einen 1,92 KWh Speicher haben wir gleich bei der Installation im August 2025 eingerichtet, damit wir auch abends noch selbstproduzierten Strom nutzen können.

Das funktionierte auch, nur floß noch immer zusätzlich Solarstrom ungenutzt ins Stadt-Netz. Ein zweiter Akku – wieder mit 1,92 kWh Kapazität kam deshalb schon im September 2025 dazu. Die jetzt 3,84 kWh Brutto-Strom-Speicherkapazität versorgte uns jetzt etwa bis morgens um 3:00 Uhr (nach Sonnentagen). Tatsächlich kann man die angegebene Brutto-Kapazität nie nutzen. Grund: Einen Akku darf man nie ganz leer fahren. Mindestens 20% Restkapazität soll man ihm lassen. Das ist auch nötig, weil es auch ganze Wochen gibt, in denen die Sonne nicht scheint, und sich der Akku dann im Extremfall ungeladen zersetzt. Und ganz voll soll man den Akku auch nicht laden, damit er lange hält. Ideal wäre der Akkubetrieb zwischen 20 und 80 %. (Beim Laden kann man auch auf 90 bis 95 % gehen). Bei einer Einstellung von 20 bis 90% liegt die tatsächlich nutzbare Kapazität also bei 70 % des angegebenen Kapazitätswertes.

Ein dritter Akku nach guten Erfahrungen im Winter

Es gab nach Sonnentagen immer noch einen nicht genutzten Stromüberschuß, der die Zeit von 3:00 Uhr bis 10:00 Uhr überbrücken könnte. Glücklicherweise lassen sich unsere EcoFlow Stream-Speicher sehr einfach ergänzen. Eine Netzsteckdose hinter dem gleichen Zähler genügt. Ladung und Entladung wird dann per WLAN vom zentralen Speicher gesteuert. Die Einrichtung gelingt mit einem Klick in der EcoFlow-App wirklich extrem einfach.

Am 18.3.2026 haben wir den dritten Akku mit wieder 1,92 kWh Brutto-Kapazität eingerichtet. Nach wenigen Tagen erkennen wir: Bis morgens um 8:00 Uhr versorgen wir unser Wohnung jetzt selbst mit Strom – solange wir unter 800 W verbrauchen. Nur das was darüber hinausgeht, muss aus dem Netz zugekauft werden.

Stromverbrauch am 20. März 2026: Nur 14,1% Zukauf nötig

Fazit:

Bei unserer 2 kW Peak Balkonsolaranlage – die durch die senkrechte Anordnung maximal 1,6 kW erzeugen kann – produzieren wir sonnigen Tagen bis zu 7 KWh elektrische Energie. Sonnentage sind sogar relativ häufig in unserer Gegend.

Mit den 3 Akkus (Brutto-Kapazität 5,76 kWh), die wir jetzt zwischen 23 und 93 % betreiben, nutzen wir eine tatsächliche Kapazität von 4,03 kWh. Das genügt auch schon im März (mittellange Tage) um fast den ganzen Tag unsere Wohnung mit Strom zu versorgen. Nur wenn über 800 W gefordert sind, wird Netzstrom zusätzlich genutzt.

Uns dient die Balkonsolaranlage auch als kleine Sicherheit für die Überbrückung eines Netzstrom-Ausfalls. Nicht die Wirtschaftlichkeits-Berechnung hat uns bei der Erweiterung geleitet. Zur Orientierung: Ein EcoFlow Stream-Akku mit 1,92 kWh Brutto-Kapazität kostet etwas über 500 €.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert